Großer Andrang beim Vortrag über Eulen mit Christiane Geidel

Christiane Geidel bei ihrem Vortrag – Foto © Stephanie Geßler
Christiane Geidel bei ihrem Vortrag – Foto © Stephanie Geßler

Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz Forchheim (LBV FO) lud Mitte November zu dem Vortrag „Eulen & Käuze – Tipps für die Beobachtung“ in den Brauereigasthof Först in Drügendorf ein. Für den Vortrag konnte Christiane Geidel, Stellvertretende Vorsitzende in der Deutschen Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Eulen e.V. und Mitarbeiterin vom LBV in Hilpoltstein, gewonnen werden. 

 

Eulen und Käuze faszinieren durch ihren lautlosen Flug und der Tatsache, dass sie den Kopf bis zu 270° drehen können. Oft wird angenommen, dass sie durch ihre guten Augen die Beute erkennen und erbeuten. Meistens ist es aber das Gehör, das die leisesten Geräusche der Beutetiere wahrnimmt. So können sie sogar Mäuse unter einer Schneedecke orten und erbeuten. Im Landkreis FO kommen mit Sperlingskauz, Raufußkauz und Waldkauz, sowie Schleiereule, Waldohreule und Uhu gleich 6 verschiedene Arten vor. Der kleinste Vertreter ist der Sperlingskauz – nicht größer als ein Star und mit seinen 170 cm Spannweite ist der Uhu unsere größte heimische Eule. Gerade die Fränkische Schweiz ist ein wichtiges Verbreitungsgebiet des Uhus. 

Uhu – Foto © Nicolai Hämmerle
Uhu – Foto © Nicolai Hämmerle

Christiane Geidel stellte alle sechs Arten vor – was sind ihre Lebensräume, ihre Nahrung und ihr Verhalten. Sie hat einen riesigen Erfahrungsschatz, den sie bei ihren Aus-führungen geschickt einfließen hat lassen. Die über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich anhand von mitgebrachten Präparaten, Federn und Gewöllen ein Bild von dem filigranen Federkleid und den spitzen Krallen der Eulen machen. Auch auf Fragen der Anwesenden wusste die Eulenfachfrau jeweils Antworten. So wurde geklärt, was denn „der Unterschied von Eule und Kauz ist“. Das ging schnell, denn es gibt eigentlich keine wissenschaftliche Differenzierung – es ist ehr der deutschen Sprache geschuldet. Eine „deutsche“ Faustregel besagt – „Wenn der Eulenvogel schlank und langgestreckt ist, dann sprechen wir von einer „Eule““ – „Wenn er gedrungen und verhältnismäßig großköpfig ist, dann handelt es sich um einen Kauz“. 

 

(Text: Helmut Schmitt)